Tour 2013, 10 - 14 August
| Strecke | Distanz (km) | Steigung (m) |
|---|---|---|
| Buchs - Faschinajoch - Hochtannberg - Bschlabs | 125 | 2530 |
| Bschlabs - Hahntennjoch - Kühtai - Innsbruck - Radfeld | 147 | 2420 |
| Radfeld - Kitzbühel - Gerlos - Reith i.A. | 174 | 2350 |
| Reith i.A. - Innsbruck - Landeck - Ischgl | 146 | 1110 |
| Ischgl - Bielerhöhe - Feldkirch - Sargans | 123 | 910 |
| Total | 715 | 9320 |
Strecke 1 (10. August 2013): Buchs - Faschinajoch - Hochtannberg - Bschlabs
Samstag morgen, schönes Wetter: der erste Zug von Zürich nach Sargans war mit Fahrrädern überfüllt. Glücklicherweise war ich schon früh am Bahnhof und konnte meines ohne Problem laden. Nach dem Umsteigen in Sargans kam ich in Buchs um 8 Uhr an, und konnte von dort mit dem Fahrrad los. Nach weniger als 2 km (und die Überquerung des Rheins), hatte ich bereits eine Grenze überquert, die nach Liechtenstein. Wenige Kilometer weiter und ich war schon in einem dritten Land: Österreich. Ich fuhr durch Feldkirch und nach Frastanz, wo ich links abbog, um allmählich entlang der Seite des Tals hinaufzufahren. Dieser Anstieg, gefolgt von einem kurzen Abstieg, brachte mich zum Grosswalsertal. Die Luft war frisch, die Landschaft schön grün und der Verkehr schwach: alles perfekt, um in dieses Tal hinaufzufahren. Vom Dorf Sonntag an war es aber recht steil, bis ich zum ersten Pass der Tour ankam, das Faschinajoch. Der erste Teil der Abfahrt nach Damüls war steil und wegen Längsrillen im Belag sehr schwierig. Nachdem ich bei Au nach rechts abgebogen war, kam ich auf die selbe Strecke wie bei meiner Tour 1999, inklusiv der Aufstieg zum Hochtannberg Pass, dieser auch mit eingen ganz steilen Teilen. Der Abstieg war anders, zunächst noch ziemlich steil, aber dann immer weniger, dafür in die Länge ziehend. Im Lechtal musste ich gegen den Wind fahren, was ziemlich anstrengend war. Als ich schliesslich in Elmen ankam, war es noch früh, aber ich war nicht sicher, ob ich noch genug Energie für den ganzen nächsten Aufstieg hatte. Entsprechend war glücklich, unterwegs noch ein Gasthaus zu finden, und zwar in Bschlabs.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Buchs | 0 | 450 | |
| Schaan | 3 | 450 | |
| Forstwald | 4 | 470 | 20 |
| Äscher | 6 | 450 | |
| Nendeln | 7 | 470 | 20 |
| Nendeln | 8 | 450 | |
| Tisis | 12 | 500 | 50 |
| Feldkirch | 14 | 460 | |
| Satteins | 21 | 490 | 30 |
| Thüringerberg | 31 | 880 | 390 |
| Blons | 36 | 900 | 20 |
| Garsella | 39 | 730 | |
| Faschinajoch | 49 | 1490 | 760 |
| Madlener (Damüls) | 52 | 1370 | |
| Dreihäuser | 53 | 1360 | |
| Au | 61 | 800 | |
| Schoppernau | 65 | 860 | 60 |
| Schröcken | 75 | 1270 | 410 |
| Hochtannberg | 80 | 1680 | 410 |
| Gehren | 86 | 1400 | |
| Waldstl | 87 | 1420 | 20 |
| Prenten (Steeg) | 94 | 1130 | |
| Elmen | 119 | 980 | |
| Bschlabs | 125 | 1320 | 340 |
| Total | 125 | 2530 |
Strecke 2 (11. August 2013): Bschlabs - Hahntennjoch - Kühtai - Innsbruck - Radfeld
Ich war schon ein gutes Stück auf dem Weg, und deshalb war es keine grosse Anstrengung mehr bis zum Hahntennjoch. Dabei war die alpine Landschaft recht hübsch. Weiter, hinunter nach Imst war es steil und lang, und die Kurven verlangten volle Aufmerksamkeit. Nach Imst musste ich auf Hauptstrassen, zum Teil mit recht viel Verkehr. Etwas weiter als die Einmündung des Ötztals habe ich dann die Strasse des Inntals verlassen, um zum Haimingjoch hinauf zu fahren. Der Aufstieg war steil aber recht schön, grösstenteils im Schatten des Waldes. Nachher gab es nur eine kurze Abfahrt, und schon ging es wieder bergauf in Richtung Kühtai. Auf diesem Pass steht eine touristische Ortschaft, mit Skigebiet für den Winter. Wie so oft bei österreichischen Pässen war die Steigung der Strasse sehr unregelmässig. Das war auch so in der Abfahrt, mit wirklich steilen Abschnitten. Ich verliess diese Strasse bei Sellrain, wo ich in eine kleine Strasse rechts hinauf abbog, eine Strasse mit viel weniger Autos aber doch einigen Motorrädern. Nach dem kurzen Aufstieg brachte es mich nach Innsbruck. Dort sollte man kaum auf klare Wegweiser fürs Fahrrad hoffen. Ich suchte meinen Weg halb nach der Karte, halb nach Orientations-Gefühl. Dann bin ich einem anderen Fahrrad-Fahrer gefolgt, der sich offensichtlich auskannte, und so kam ich auf dem Inn-Radweg. Ich dachte, von nun an würde es einfacher sein. Die Beschilderung war aber dürftig und der Weg machte viele Umwege, auch durch industrielle Gebiete. Der Belag war in schlechtem Zustand. An mehreren Orte musste man vom Rad absteigen. Es gab für viele Kilometer nichts am Weg entlang, wo man hätte etwas trinken können. Und als ob das nicht genug wäre, gab es noch Gegenwind. Es gibt sicher Leute, die so eine Strecke gern haben, weil sie flach ist. Mir machte der Inn-Radweg aber keinen Spass. Ich hatte geplant, bis in die Nähe von Brixlegg zu fahren. In Radfeld fand ich eine nette Pension, unweit vom malerischen Städtchen Rattenberg.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Bschlabs | 0 | 1320 | |
| Abzweigung Boden | 4 | 1390 | 70 |
| Hahntennjoch | 9 | 1890 | 500 |
| Imst | 23 | 830 | |
| Brennbichl | 26 | 720 | |
| Karres | 29 | 820 | 100 |
| Löckpuit | 32 | 710 | |
| Ötztal | 35 | 730 | 20 |
| Haiming | 38 | 680 | |
| Haimingjoch | 48 | 1690 | 1010 |
| Wald | 50 | 1540 | |
| Kühtai | 58 | 2020 | 480 |
| St. Sigismund | 65 | 1510 | |
| Sellrain | 75 | 900 | |
| Tanneben | 78 | 1100 | 200 |
| Axams | 85 | 850 | |
| Götzens | 86 | 870 | 20 |
| Wilten (Innsbruck) | 93 | 580 | |
| Pradl (Innsbruck) | 95 | 590 | 10 |
| Schwaz | 126 | 540 | |
| St. Gertraudi | 141 | 520 | |
| Brixlegg | 144 | 530 | 10 |
| Radfeld | 147 | 510 | |
| Total | 147 | 2420 |
Strecke 3 (12. August 2013): Radfeld - Kitzbühel - Gerlos - Reith i.A.
Für diesen dritten Tag fuhr ich zuerst weiter dem Inntal entlang, aber jetzt auf der Hauptstrasse. In Wörgl habe ich die gleiche Strasse wie 2007, aber in die andere Richtung. Zuerst musste ich auf einer kleinen Strasse fahren, weil die Hauptstrasse für Fahrräder verboten ist. Ab Hopfgarten war es aber schwieriger zu entscheiden, ob Hauptstrasse mit Verkehr oder Radwege mit Überraschungen wie ungeteerte Teile und Kreuzungen ohne Wegweiser. Bei Kitzbühel fuhr ich ins Städtschen statt herum, einfach um es mal näher zu sehen. Von dort bin ich weiter Richtung Süden gefahren, zum Pass Thurn hinauf. Der Aufstieg war leicht, die Strasse nicht zu steil und breit genug, dass man nicht jedes Mal in Gefahr steht, wenn man von Motor-Fahrzeugen überholt wird. Die Abfahrt danach war schnell, mit nur ein oder zwei mal anhalten, um die Aussicht über den Pinzgau anzuschauen und Photos zu machen. Unten in Mittersill staute der ganze Verkehr, ausser dass ich mit dem Fahrrad wesentlich schneller als die Auto-Kolonne war. Ab Mittersill habe ich den Pinzgau-Radweg gefunden. In Vergleich zum Inntal war es wie Tag und Nacht: gute kleine Strasse, meist direkt an der Salzach, kleine aber meistens klare Wegweiser, und dazu noch Rückenwind. Es war so mindestens bis Neukirschen, weil weiter war es nicht mehr so gut fürs Rennrad. Ab Wald gab es zwei Strassen zum Gerlospass, eine ziemlich gerade der sonnigen Talseite hinauf, die andere mit einem Umweg über Krimml. Ich habe die zweite ausgewählt, was mir schöne Aussichten über die Krimml Wasserfälle bescherte. Weiter war die Strasse steiler, aber ich kam gut vorwärts. Nach dem Pass war die Abfahrt ins Zillertal ziemlich lang. Im letzten Teil machte die Strasse Haarnadel-Kurven, und sie war sehr steil. Im Teil angekommen hatte ich grösste Probleme, meinen Weg zu finden: Wegweiser gab es nur für Motorfahrzeuge und sie führten zu einer Schnellstrasse verboten für Fahrräder. Schliesslich fand ich die kleine Strasse paralall zur Schnellstrasse, nachdem ich das Tal nach Zell, und dann wieder auf die linke Seite überquert hatte. Ich folgte das Tal, verliess dann dessen Boden bei Helfenstein und fuhr hinauf nach Hart und weiter zum Kerschbaumersattel. Die kleine Strasse war steil und der Aufstieg deshalb schwer. Es war schon über 17 Uhr, als ich den Pass erreichte. Dunkle Wolken im Himmel waren ein Zeichen, dass ich bei der nächsten Gelegenheit, eine Unterkunft finden sollte. Das war dann in Reith im Alpbachtal.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Radfeld | 0 | 510 | |
| Kundl | 8 | 530 | 20 |
| Lahntal | 13 | 500 | |
| Wörgl | 15 | 510 | 10 |
| Haslau | 27 | 630 | 120 |
| Windau | 28 | 720 | 90 |
| Bockern (Kirchberg) | 36 | 830 | 110 |
| Kitzbühel | 48 | 760 | |
| Hütte (Jochberg) | 55 | 850 | 90 |
| Pass Thurn | 66 | 1270 | 420 |
| Mittersill | 76 | 790 | |
| Neukirchen | 96 | 860 | 70 |
| Krimml | 107 | 1070 | 210 |
| Hochkrimml | 115 | 1630 | 560 |
| Plattwald | 118 | 1500 | |
| Gerlospass | 119 | 1530 | 30 |
| Gerlos | 128 | 1240 | |
| Hainzenberg | 140 | 900 | |
| Zell am Ziller | 144 | 590 | |
| Untermärz (Stumm) | 155 | 550 | |
| Haselbach | 158 | 560 | 10 |
| Helfenstein | 159 | 540 | |
| Bichl (Bruckerberg) | 166 | 1040 | 500 |
| Bruckerberg | 167 | 1000 | |
| Kerschbaumersattel | 168 | 1110 | 110 |
| Reith im Alpbachtal | 174 | 640 | |
| Total | 174 | 2350 |
Strecke 4 (13. August 2013): Reith i.A. - Innsbruck - Landeck - Ischgl
Die nächste Etappe war nicht als die interessanteste geplant: dem Inntal
hinauf. Es hatte geregnet, es war noch bedeckt, und die Strassen waren nass, als
ich von Reith losfuhr. Das machte die Abfahrt ins Tal extrem gefährlich, weil
die steile Strasse auch hier geritzelt war. Diese geritzelte Strassen sind ein
Grauen (nicht nur für Fahrrad- sondern auch für Motorrad-Fahrer). Für
unerklärliche Gründe scheinen sie aber in Österreich beliebt zu sein. So oder so,
ich hatte Glück, und konnte das Gleichgewicht bis unten halten.
Nach der schlechten Erfahrung vom Sonntag hatte ich ja keine Lust, den
Inn-Radweg zu nehmen, und ich blieb lieber auf der Hauptstrasse. So dauerte die
Fahrt bis Innsbruck ein Drittel weniger lang. Es war aber keine einfache Sache,
in Innsbruck hinein zu fahren, besonders wenn obligatorische Radwege gerade in
eine grosse Kreuzung enden, so dass man nicht weiter fahren kann, sondern nur
noch auf Fussgänger-Streifen weiterkommt. Komische Strassenbau-Kunst. Weiter
brachte mir mein Orientierungssinn glücklicherweise ohne grössere Umwege durch
die Stadt. Ich fuhr dann über Zirl und Telfs. Als ich bald in Silz war, hat es
angefangen zu regnen. Es war also die Gelegenheit, eine kleine Ess- und
Trinkpause einzulegen. Zwanzig Minuten später hörte der Regen auf, und ich
konnte trocken weiterfahren. Richtung Imst, ohne Überraschung, ging das Profil
der Strasse mehrmals auf und ab. In Imst konnte ich ein Wohnmobil ausweichen,
das ohne Vortritt in einen Kreisel fuhr. Sonst war der Verkehr kein grosses
Problem. Bei Mils musste ich meinen Regenschutz anziehen, aber nur bis Landeck,
und dann war das Wetter grösstenteils sonnig. In Landeck habe ich auch den Inn
verlassen, um ins Paznaun zu fahren. Ich fuhr fast bis Ischgl hinauf, und machte
Halt bei einem sehr komfortablen aber sehr preiswerten Hotel.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Reith im Alpbachtal | 0 | 640 | |
| St. Gertraudi | 3 | 520 | |
| Innsbruck | 45 | 570 | 50 |
| Kranebitten | 51 | 620 | 50 |
| Martinsbühel | 54 | 590 | |
| Zirl | 58 | 630 | 40 |
| Eigenhofen | 60 | 600 | |
| Haiming | 89 | 680 | 80 |
| Ötztal | 91 | 730 | 50 |
| Löckpuit | 94 | 710 | |
| Karres | 97 | 820 | 110 |
| Brennbichl | 100 | 720 | |
| Weinberg (Imst) | 103 | 830 | 110 |
| Mils | 109 | 730 | |
| Starkenbach | 112 | 760 | 30 |
| Platte (Zams) | 114 | 740 | |
| Landeck | 121 | 780 | 40 |
| Pians | 126 | 900 | 120 |
| Trisannabrücke | 127 | 860 | |
| See | 132 | 1030 | 170 |
| Ulmicher Wald | 145 | 1290 | 260 |
| Ebene (Ischgl) | 146 | 1270 | |
| Total | 146 | 1110 |
Strecke 5 (14. August 2013): Ischgl - Bielerhöhe - Feldkirch - Sargans
Es war kühl für den Anfang dieses fünften (und letzten) Tages der Reise, auch weil es von knapp 1300 m weiter hinauf ging. Ich fuhr nach Ischgl, dann Mathon und Galtür. Bis Wirl hinauf gab es viele Hotels und Ferienhäuser, aber dann war nur noch die Silvretta Strasse, die dem Tal hinauf in Richtung Bielerhöhe führte. Der Aufstieg war leicht, auch wenn etwas steiler gegen Schluss. Ich machte oben am Pass Halt, um einige Photos zu nehmen, dann ging es bergab. Die Abfahrt war zuerst steil und gerade, also ganz schnell. Nach dem Vermunt-Stausee war es auch steil, aber dann mit vielen Haarnadel-Kurven nicht mehr so schnell, dafür aber fast schwindelerregend. Im Montafon, von Partenen bis Bludenz, gab es ziemlich viel Verkehr, sowohl Einheimische wie auch Touristen. Ab Bludenz war es dann auf der Strasse ruhiger, sicher weil es dort parallel die Autobahn gibt. Ich kam gut vorwärts, und in Frastanz traf ich wieder auf die Strecke des ersten Tages dieser Tour. Nachdem ich Feldkirch und den Liechtenstein überquert hatte, kam ich in Buchs zu meinem Startpunkt zurück. Der nächste Zug nach Sargans wäre fast eine Stunde später gewesen, so habe ich beschlossen, die Strecke auf dem Rad zu fahren. Mit etwas Rückenwind brauchte ich dafür nur wenig mehr als eine halbe Stunde. In Sargans habe ich dann den Zug nach Zürich genommen. Ausser was gewisse Radwege und Strassen in Österreich betrifft, was es eine ganz schöne Tour gewesen.
| Distanz (km) | Höhe (m) | Steigung (m) | |
|---|---|---|---|
| Ebene (Ischgl) | 0 | 1270 | |
| Aussertschafein | 11 | 1550 | 280 |
| Tschafein | 12 | 1540 | |
| Wirl | 15 | 1630 | 90 |
| Engadiner Hütte | 22 | 1870 | 240 |
| Bielerhöhe | 24 | 2040 | 170 |
| Vermuntdamm | 30 | 1740 | |
| Partenen | 39 | 1050 | |
| St. Anton | 63 | 620 | |
| St. Anton | 64 | 640 | 20 |
| Bludenz | 71 | 560 | |
| Nenzing | 81 | 520 | |
| Feldkirch | 92 | 460 | |
| Tisis | 94 | 500 | 40 |
| Nendeln | 98 | 450 | |
| Nendeln | 99 | 470 | 20 |
| Äscher | 100 | 450 | |
| Forstwald | 102 | 470 | 20 |
| Schaan | 103 | 450 | |
| Buchs | 106 | 450 | |
| Sargans | 123 | 480 | 30 |
| Total | 123 | 910 |
PS / 7.9.2013




